Der mittelalterliche Friedhof unter dem Kesselmarkt

Darstellung der Martinskirche auf dem Seld-Plan
Darstellung der Martinskirche auf dem Seld-Plan von 1521
von 1521
Freilegung von Skeletten im Sommer 2013

Nur wenigen Passanten oder Autofahrern, die heutzutage im Kesselmarkt unterwegs sind, dürfte bewusst sein, dass sich an dieser Stelle einstmals ein Friedhof befand.
Da man hier in der Vergangenheit bei verschiedenen Baumaßnahmen immer wieder auf Gräber gestoßen war, wurde vor der Verlegung von Versorgungsleitungen die geplante Trasse im Kesselmarkt archäologisch untersucht. Dabei legte man zahlreiche Bestattungen frei, die dicht an dicht – mit dem Kopf im Westen – in bis zu acht Schichten übereinander lagen.
Bei den gut erhaltenen Skeletten von Männern, Frauen und Kindern befanden sich keinerlei Beigaben. Die Art der Bestattungen spricht am ehesten für eine Datierung in das späte Mittelalter, genauere Altersangaben erwarten wir von der geplanten C14- Analyse ausgewählter Individuen.
Vermutlich steht der Friedhof in Zusammenhang mit einer um 1070 geweihten St.-Martin-Kapelle. Im 13. Jahrhundert hatte sich dort ein Frauenkloster entwickelt, das im Zuge der Reformation aufgelöst wurde. 1538 wurde die Martinskirche abgebrochen.

Ihre Fundamente hat man eingeebnet und über dem Friedhof entstand ein öffentlicher Platz – der heutige Kesselmarkt.

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