Alamannenschmuck aus Göggingen

Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Göggingen (im Jahr 969 erstmals als "Geginga" urkundlich erwähnt) im Bereich der heutigen Gerhart-Hauptmann-Straße und des Römerwegs ist schon seit 1927 bekannt.
Vor der Bebauung des ehemaligen Seysselschen Gartengutes wurden fast 200 Gräber aus der Zeit von der Mitte des 6. bis zum Anfang des 8. Jhs. n. Chr. aufgedeckt.
Dass damals nur ein Ausschnitt des Friedhofs freigelegt wurde, zeigen mehr als 50 weitere Bestattungen, die seither bei diversen Erdarbeiten zum Vorschein kamen. Die ursprüngliche Anzahl der Gräber lässt sich auf mehr als 500 schätzen.
Im Frühsommer 2012 untersuchte die Stadtarchäologie im Vorfeld von Baumaßnahmen erneut 15 Bestattungen in der Gerhart-Hauptmann-Straße.
Im Gegensatz zu den meisten Gögginger Gräbern war das Grab einer Frau nicht von ihren Zeitgenossen beraubt worden, so dass ihre umfangreichen Beigaben geborgen werden konnten. Sie datieren ins frühe 6. Jh. n. Chr. und weisen die Bestattung als die bislang älteste des Friedhofs aus. Besonders beeindruckend ist ein Paar je 9,1 cm langer Bügelfibeln aus massivem Silber mit Spuren von Vergoldung.
Nach Abschluss der Restaurierung entfalten die Schmuckstücke mit prächtigem Kerbschnittdekor nun wieder ihre ursprüngliche Wirkung.

Bügelfibel (Gewandverschluss) aus vergoldetem Silber, vor ...
und nach der Restaurierung (Fotos: Detlef Bach, Winterbach).

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Mi, 17. Januar 2018, vhs-Führung: Pax Romana

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Sa, 20. Januar 2018, Turnusführung: Römerlager

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