Gräber des frühen Mittelalters in Inningen

Grab Inningen
Bestattung des frühen Mittelalters (7. Jh. n. Chr.) aus Inningen

In das Jahr 1071 fällt die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Stadtteils Inningen. Dass der Ort auf viel ältere Wurzeln zurückgeht, beweisen neue archäologische Ausgrabungen in der Hohenstaufenstraße. 
Beim Abtrag des Oberbodens auf einem Baugrundstück zeigten sich langrechteckige Verfärbungen in Ost-West-Ausrichtung – ein Indiz für ein Gräberfeld des frühen Mittelalters. Die folgende archäologische Untersuchung ergab dann auch knapp 30 Bestattungen eines ursprünglich wohl weitaus größeren Friedhofs. Etwa zwei Drittel der Gräber waren kurze Zeit nach der Beisetzung geplündert und verwüstet worden. 
Von ihrer ursprünglichen Beigabenausstattung mit Waffen oder Schmuck zeugen daher nur noch kleine Fragmente, die von den Grabräubern übersehen wurden. Die wenigen erhaltenen Grabbeigaben stammen aus der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts n. Chr. 
Der neu gefundene Bestattungsplatz in der Hohenstaufenstraße liegt am Rand des alten Ortskerns und nur ca. 170 m östlich der Dorfkirche St. Peter und Paul. Es liegt nahe, hierin das Ortsgräberfeld des frühmittelalterlichen Dorfes Inningen zu sehen. 
Ein weiteres Gräberfeld dieser Zeit, das 2004 im etwa 400 m südwestlich gelegenen Hornissenweg untersucht wurde, weist deutliche Unterschiede auf. Nach Ausweis der reichen Beigaben ließen sich dort offenbar Angehörige einer Oberschicht bestatten.

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