Robert Stark: Maßstab – Statik – Differenz ... oder: Der unerzählte Raum zwischen zwei Punkten

27. Januar bis 18. März 2012

„Im Zentrum meiner Arbeit steht seit knapp zehn Jahren ein Konzept der Bildhauerei, das durch ein sehr architekturbezogenes Denken bestimmt ist. Die Geschichte und Funktion der Architektur sowie ihre Rollen in verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Systemen sind die Ausgangspunkte meiner konzentrierten, täglichen Atelierarbeit“.

So beschreibt Robert Stark seinen künstlerischen Ansatz, in dem sich die Elemente von Skulptur und Architektur aufeinander beziehen, und in Verbindung mit der jeweils konkreten Raumsituation, in der sie sich befinden installiert werden. Auf der Grundlage dieser Idee hat der Künstler für seine Ausstellung in der Neuen Galerie im Höhmannhaus ein Konzept entworfen, das neben den oben genannten Elementen auch die Fotografie mit einbezieht – ein Medium, das in Starks Werk seit 2010 anzutreffen ist.

Zentral und raumgreifend ist die vor Ort entstandene monumentale Holzskulptur „Bass“ in den Eingangsbereich der Galerie gesetzt. Mit ihrem dunklen Fichtenholz setzt sie einen bewussten Kontrast zu den sechs schneeweißen Sockelskulpturen im Gewölberaum, die wie eine miniaturhaft abstrahierte Form faschistoider Monumentalarchitekturen wirken. Zwei wuchtig gerahmte s/w-Großfotografien besiegeln die durch die Skulpturen gesetzte, brillierend kalte, aber auch erhaben-reine Raum-Atmosphäre.

Der 1974 geborene Robert Stark studierte Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in München bei Nikolaus Gerhart. 2009 erhielt er den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg sowie das Villa Concordia Stipendium in Bamberg, sowie im vergangenen Jahr das renommierte „Projects“-Stipendium der HBK Braunschweig.