Karl und Magdalene Haberstock Stiftung

Karl Haberstock, ca. 1907

Zusammen mit Gemälden u.a. von Paulo Veronese, Giovanni Battista Tiepolo, Antonius van Dyck, Jacob Ruisdael und Lukas Cranach d.Ä. erhielt die Stadt Augsburg 1983 den gesamten Nachlass des in Augsburg geborenen Kunsthändlers Karl Haberstock (1878-1956) und seiner Ehefrau Magdalene (+1983), darunter auch deren Bibliothek und wertvolle Archivalien. Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg bewahren den Nachlass seitdem im Schaezlerpalais und präsentieren hier auch die außergewöhnliche Gemäldesammlung des Ehepaares.

Seit der amerikanische Historiker Jonathan Petropoulos im Jahr 2000 den Umgang der Stadt Augsburg mit der Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung kritisierte, bemühen sich die Kunstsammlungen den Nachlass des Berliner Kunsthändlers wissenschaftlich aufzuarbeiten, der u.a. auch an Nazigrößen verkauft hat und als Einkäufer für das von Hitler geplante „Linzer Museum“ tätig war. Die Ergebnisse dieses, vom Augsburger Historiker Horst Keßler (M.A.) betreuten Projekts, das für die Provenienzforschung an deutschen Museen eine Vorreiterrolle einnimmt, wurden 2008 in der im Deutschen Kunstverlag München erschienenen Publikation „Karl Haberstock Umstrittener Kunsthändler und Mäzen“ veröffentlicht. U.a. werden darin erstmals die Geschäftsbücher Karl Haberstocks publiziert, womit das Buch zu einem unverzichtbaren Arbeitsmittel der aktuellen Provenienzforschung werden wird.

Zur Sammlung der Haberstock Stiftung erschien außerdem 1992 der Katalog: Die Karl und Magdalene Haberstockstiftung. Gemälde und Zeichnungen.

 

Kontakt:
Horst Keßler M.A.
T +49 (0) 821 / 324 41 08
horst.kessler@augsburg.de

 

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