Römerlager - Das Römische Augsburg in Kisten

Seit dem 26. Juni läuft die Übergangsausstellung
Römerlager – Das Römische Augsburg in Kisten
in der Toskanischen Säulenhalle im Zeughaus.
Die Resonanz könnte nicht besser sein. Mit mehreren tausend Besuchern in den ersten Monaten findet das neue Konzept großen Anklang.
Auf 777 qm führen die sechs Themen Stadtgründung, Militär, Handel, Verkehr, Götter, Zivilleben und Abschied den Besucher durch das Römische Augsburg.
In Sonderbereichen werden Skulpturen aus Privatsammlungen gezeigt, ebenso Gemmen – kleine Schmucksteine mit eingeschnittenen Bildmotiven.
Ein Monitor mit Touchscreen lädt dazu ein, sich diese kleinsten Exponate der Ausstellung groß und im Detail anzuschauen.
Neu in Szene gesetzt wurde auch die Tabula Peutingeriana. Die Vorlage für diese Karte entstand im 11./12. Jh. und ist wiederum die einzige erhaltene Abzeichnung eines römischen Originals aus dem 3./4. Jh. Sie zeigt die Ausdehnung des Römischen Reiches mit Straßen, Städten, Völkern, Meeren und Flüssen. Da die Karte für heutige Verständnisse nicht ganz einfach zu lesen ist, wurde sie an einigen wichtigen Stellen mit aufklappbaren Platten versehen, die es dem Besucher erleichtern, die antike Welt zu erkunden.
Forschertische geben die Möglichkeit sich mit neuesten Forschungsergebnissen auseinanderzusetzen oder mehr über die Dendrochronologie – eine Datierungsmethode, die sich die Jahresringe von Bäumen zu Nutze macht – zu erfahren.

Der neue Wohlstand brachte auch neue Regeln hervor: Wir erklären die strenge Sitzordnung bei Tisch und zeigen bestes Koch- und Tafelgeschirr. Nicht an die Regeln haben sich wahrscheinlich die Eigentümer von acht Münzfälscherförmchen gehalten, die wir im Abschnitt Handel zeigen. Der Besucher erfährt außerdem, warum Hölzer für den Wissenschaftler manchmal genauso wertvoll sind wie Goldmünzen und was es Neues gibt vom bekannten Augsburger Pferdekopf. Dieser war ein prominenter Untersuchungsgegenstand in einem internationalen Forschungsprojekt. Das Fragment einer Sphinx, ursprünglich der Unheil abwehrende Teil eines Grabmals, ist ein weiteres imponierendes Stück in unserer Sammlung von Steindenkmälern.

Goldmünzenschatz von St. Stephan
Goldmünzenschatz von St. Stephan

Darüber hinaus ist die Stadtarchäologie mit kleinen und großen Funden aus aktuellen Grabungen vertreten. Der jüngst entdeckte, ungewöhnliche Grabstein für die Kinder Burilla und Burinianus aus der Franziskanergasse wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Erstmals werden auch die kleinsten Schmuckstücke aus Augsburg vollständig präsentiert: Wertvolle Gemmen aus Achat, Karneol und anderen edlen Mineralien.

Wünsche für die Zukunft

All diese Exponate, gewissermaßen symbolisch in Transportkisten gelagert, bilden einen kleinen Ausschnitt aus dem Bestand, der durch Grabungen stetig anwächst. Um eine besucherfreundliche, der Bedeutung der Funde angemessene Ausstellung aufbauen zu können, besteht dringender denn je der Wunsch nach einem Museumsneubau.

  • Bronzestatuette des Merkur
  • Gemme mit Darstellung eines siegreichen Rennpferdes



Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise

Erwachsene: 5 €
Ermäßigte: 3 € (Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt)
Familienkarte: 10 €
Gruppen ab 10 Personen: 3 € p.P.
Gruppen Jugendliche (10 – 18 Jahre): 2 € p.P.

Schüler: 1 € p.P. ohne Führung bzw. 5 € p.P. mit Führung ab 90 Minuten

Führungen für Gruppen: 40 € (einstündig), 60 € (eineinhalbstündig), 80 € (zweistündig)

Öffentliche Führungen

Samstag 14 Uhr

keine zusätzliche Führungsgebühr

Anmeldung und Informationen unter:
besucherservicekusa@augsburg.de
T +49 (0)821/324 4112 (Führungsbuchungen)
T +49 (0)821/324 3983 (Kasse, Shop, allgemeine Auskünfte)

Die Ausstellung ist barrierefrei
Eine Toilette für Behinderte befindet sich im 1. Stock des Zeughauses, ein Aufzug ist vorhanden

Partner

Wir danken der Stadtsparkasse Augsburg für Ihre Unterstützung und der Augsburger Allgemeinen als Medienpartner der Sonderausstellung Römerlager