Susanne Pittroff / Eva Schöffel – IN Sicht

26. Oktober 2012 bis 6. Januar 2013

Seit mehr als zwei Jahrzehnten widmet sich Susanne Pittroff der Kunst im öffentlichen Raum sowie installativen Kunstformen im Außen- und Innenbereich. Dabei entstehen ortsbezogene Gestaltungen, die sowohl für die Dauer einer Ausstellung wie auch als permanente Kunstwerke realisiert werden. Ausgangspunkt aller Überlegungen ist in jedem Fall die spezifische Situation des vorgefundenen Ortes.
Susanne Pitroff arbeitet mit Codierungen, Zeichen und Zeichensystemen, die weithin bekannt sind, jedoch aus ihrer ursprünglichen Bedeutung herausgelöst, und in neue Zusammenhänge überführt werden. ‚Weiche’ Stoffe und harte Materialien (Eisen, Metalle) werden dabei zu meist minimalistisch skulpturalen Ensembles vereint, die sich in den Raum einfügen und ihn zugleich neu definieren.

Die künstlerische Aneignung und Modifizierung des Raumes und seiner Wahrnehmung ist auch dem Werk von Eva Schöffel eigen. Gouachen, Linoldrucke und Kartonarbeiten sind ihre bevorzugten Medien.
Für Ihre Präsentation im Höhmannhaus ist eine Serie neuer Fotografien hinzugekommen, die eine lose Folge assoziativ zu verknüpfender Begriffe und Textfragmente zum Thema hat. Jede einzelne ihrer Arbeiten bezieht sich modulhaft auf das Ganze, auf den sie umgebenden Raum und umgekehrt. Architektur und architektonische Bezüge spielen hier eine tragende Rolle. So hat die Künstlerin auf der zentralen Wand des ersten Raumes eine stilisierte Architektur als ein flaches Kartonrelief auf die Wand appliziert, das eine Spiegelung eines außerhalb liegenden Schulgebäudes darstellt, welches aus dem Innenraum der Galerie heraus sichtbar ist.

Das Verhältnis von Innen und Außen als Wechselspiel und Dialog stellt so gemeinsam und im Kontext mit Susanne Pittroffs subtilen Eingriffen ein zentrales Thema und assoziatives Vehikel der Installation beider Künstlerinnen dar, die eigens für ihre Augsburger Ausstellung entstanden ist.