Denise Green

After Ju Chao, Ju Lian, Richter, Wiebke, LeWitt, Albers, Manet

18. Februar - 3. April 2011

Ein großformatiges Wandgemälde im Eingangsbereich der Neuen Galerie im Höhmannhaus steht im Zentrum der Ausstellung der in New York lebenden Künstlerin Denise Green. In einem mehrtägigen Arbeitsprozess wurde die Arbeit von ihr in situ ausgeführt.

Die vier verwendeten Hauptfarben ihrer abstrakt-geometrischen Komposition bewegen sich einander zugeordnet innerhalb der Farbfamilie von Violett und Cobaltviolett.  Auf subtile Art und Weise wird dabei eine spannungsreiche Verbindung zwischen dem Wandbild selbst, dem es umgebenden Raum sowie dem Umfeld der historischen Maximilianstraße außerhalb des Galerieraums aufgebaut: Das Wechselverhältnis von Innen- und Außen, von Fläche und Raum, von der Idealität des konstruierten Bildaufbaus und den Imperfektionen der realen Topografie erzielt seine ganz eigene Wirkung in dem Zusammenspiel von räumlichem Denken, konzeptueller Strenge und künstlerischer Intuition.

Drei weitere, aus je 45 kleinformatigen Tafeln bestehende Wandarbeiten nehmen sowohl in der kontrastierenden Dimension als auch in ihrer bewussten Nähe der Form- und Farbwahl Bezug auf das monumentale Gemälde Denise Green’s. Formensprache, Größe und Struktur dieser drei After Manet, After Lightnin´Hopkins und Rimbaud´s I = Red betitelten Arbeiten bilden eine Einheit aus westlichen und orientalischen Einflüssen, deren Verschmelzung für die Künstlerin von Bedeutung ist. In der Zusammenschau zeigen sich die Werke der Ausstellung als eine authentische und homogene temporäre Installation, die neben der konstruktiven Klarheit ihrer Bildkonzeption Denise Green zugleich als eine ‚klassische’, hoch versierte Malerin vorstellt.

 

 

Denise Green

Denise Green

Denise Green
Blick in die Ausstellung
Denise Green