Nina Pettinato

If you see something say something

19. November 2010 bis 30. Januar 2011

Die unter dem Titel If you see something say something vorgestellte Werkgruppe Nina Pettinatos entstand im Sommer des Jahres 2010. Im Rahmen eines durch ein ISCP-Stipendium ermöglichten Arbeitsaufenthaltes verbrachte die Malerin und Fotografin mehrere Monate in New York.

Bei der Betrachtung der dort entstandenen Fotografien fällt eines sofort ins Auge: Ihre Motive sind durchweg unspektakulär, weit entfernt gängiger Klischees und jeder ästhetisierenden Metropolen-Rhethorik. Umso mehr ist man sofort eingenommen von ihrer ganz eigentümlichen Atmosphäre, die an kaum etwas von dem erinnern, was Fotos der Stadt sonst meist vermitteln. Was man sieht, scheint eher beiläufig, und doch von verblüffender Präsenz. Der Blick des Betrachters nimmt gewissermaßen denjenigen eines Wanderers ein, der weniger durch das Objektiv der Fotografin, als durch ein offenes Fenster direkt auf die vor ihm liegenden Szenerien zu blicken scheint. Es ist keine Außensicht, kein Beobachten aus noch so geringer Distanz, sondern das Gefühl eines scheinbar unvermittelten Am-Ort-Seins – nicht nur der Fotografin, sondern des Betrachters selbst.

Nina Pettinato, aus der Serie: If you see something say something, 2010

Nina Pettinato, 1975 in Oettingen geboren, studierte von 2000 bis 2006 „Visuelle Kommunikation/Bildende Kunst“ an der HfG Offenbach, Kunsthochschule des Landes Hessen. Dem Diplomabschluss im Jahre 2008 folgten 2009 der Kunstpreis des Bezirks Schwaben, verbunden mit der diesjährigen Teilnahme am International Studio and Curatorial Program ISCP, New York. Drei Monate verbrachte die Künstlerin in der Artist Residency PointB in Brooklyn. Ausgestellt wurden ihre Arbeiten u. a. beim „NEU/NOW-Festival“ in Vilnius, das durch ELIA (European League of Institutes of the Arts) kuratiert wurde.