Ein Kaufmann als Kunstfreund

5. Februar – 5. Juni 2016

Max Liebermann (1847–1935), Colomierstraße in Wannsee, 1916, Öl auf Leinwand (Ausschnitt)
Max Liebermann (1847–1935), Colomierstraße in Wannsee, 1916, Öl auf Leinwand (Ausschnitt)

Die Gemäldesammlung von Hermann Hugo Neithold

Hermann Hugo Neithold (1862–1939) war als Prokurist und leitender Einkäufer für südamerikanische Wolle bei der Kammgarnspinnerei Heinrich Dietel in Wilkau/Zwickau tätig.
Hierbei erwarb er sich große Verdienste und ein hohes soziales Ansehen.
Beim Eintritt in seinen Ruhestand verfügte er über ein beachtliches Vermögen, das er zu großen Teilen in Kunstbesitz anlegte. Mit seinem Umzug in die Haupt- und Residenzstadt Dresden konnte er ab 1916 die dort ungemein rege Ausstellungs- und Galerieszene für seine Erwerbungen nutzen. In einem Zeitraum von fast zwanzig Jahren legte er mit Kompetenz und Geschmack eine Sammlung von über 50 Gemälden an.

Franz von Defregger (1835–1921), Mädchenporträt, 1898, Öl auf Holz (Ausschnitt)
Franz von Defregger (1835–1921), Mädchenporträt, 1898, Öl auf Holz (Ausschnitt)

Von Beginn an konzentrierte er sich auf die deutsche Kunstproduktion ab 1850, insbesondere auf die Malerei der Münchner Schule sowie der Münchner und Berliner Sezessionen. Die bis heute im Wesentlichen intakt gebliebene Sammlung vereint Landschaften, Porträts, Stillleben und Genrebilder u.a. von Lovis Corinth, Franz Defregger, Wilhelm von Diez, Max Liebermann, Eduard Schleich d. Ä., Carl Spitzweg und Wilhelm Trübner. Die Sonderausstellung im Schaezlerpalais präsentiert diese Privatkollektion erstmals der Öffentlichkeit.



Konrad Immanuel Böhringer (1863–1940), Porträt Hermann Hugo Neithold, 1916, Öl auf Leinwand
Konrad Immanuel Böhringer, Porträt Hermann Hugo Neithold, 1916