Geschichte

Das Gebäude, das im Kern aus dem 16./17. Jahrhundert stammt, war ursprünglich das Wohnhaus der Grafen Castell. Im Treppenhaus befindet sich ein kreisrundes Deckenfresko, das mythologische Szenen zeigt wie den Sturz des Phaeton, Neptun sowie Apoll und Daphne. Es wurde 1764 vom Augsburger Maler Johann Joseph Anton Huber geschaffen. Die Treppenabsätze zieren Holzintarsien. Die von einem kupfergetriebenen Reichsadler auf einer vergoldeten Kugel gekrönte Arkadenwand stammt von Elias Holl und grenzt den Innenhof vom Garten ab.

Stiftung

Das Höhmannhaus wurde den Kunstsammlungen von Dr. Ruth Höhmann (1915–2004) übereignet. 1994 wurde mit ihrer Unterstützung die Neue Galerie im Höhmannhaus eingerichtet. Ihre Eltern hatten es erworben, und der Vater betrieb hier seine Augenarztpraxis. Er hätte seine Tochter ebenfalls gern als Augenärztin gesehen, sie aber studierte in München Wirtschaftswissenschaften. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm sie die Geschäftsführung des Verbandes der Bayerischen Bauindustrie und behielt diese Position bis zu ihrer Pensionierung.